Title Original Language:
Regulatorische Zusammenarbeit in der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP): Fokus Industriegüterhandel
Abstract Original Language:
Täglich handeln die EU und die USA Waren und Dienstleistungen im Wert von mehr als zwei Milliarden Euro miteinander. Die EU und USA sind damit füreinander die wichtigsten Handelspartner. Allerdings stellen nicht nur Zölle, sondern vor allem auch viele nicht-tarifäre Handelshemmnisse (NTBs) nach wie vor unnötige Barrieren im transatlantischen Handel dar. Zu den nicht-tarifären Handelshemmnissen gehören beispielsweise unterschiedliche technische Produktund Produktionsanforderungen. Oftmals garantieren sie zwar ein vergleichbares Niveau an Produktsicherheit und -qualität sowie an Verbraucher- und Umweltschutz.
Die genauen Anforderungen an das Design von Produkten sowie an Test-, Prüf- und Zertifizierungsverfahren können sich jedoch gravierend unterscheiden. So entstehen aufwendige und redundante Prozesse, die den Zugang zum US-Markt für deutsche und europäische Unternehmen erschweren, die Produktion verteuern und die Preise für die Konsumenten erhöhen. Dasselbe gilt für US-Produkte und den Zugang zum europäischen Markt. Insbesondere der industrielle Mittelstand würde profitieren, wenn solche nicht-tarifären Handelshemmnisse und damit bürokratischer Aufwand abgebaut würden. Denn er wird durch doppelte Prozesse und Verfahren sowie die dadurch entstehenden administrativen Kosten in besonderer Form belastet. Nicht selten stellen diese Kosten Marktzutrittsbarrieren für kleine Unternehmen dar.