Handlungsempfehlungen der Deutschen Industrie für die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages

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Die Globalisierung ist ein Prozess, der das 21. Jahrhundert wesentlich prägt. Ihre Rahmen- bedingungen zu gestalten, ist eine zentrale Aufgabe der Politik. Die Bundesregierung muss sich dieser zentralen Aufgabe für die Zukunft Deutschlands noch stärker annehmen. Denn kaum ein Land profitiert so stark von freiem Handel und offenen Märkten wie Deutschland. Der Anteil Deutschlands an der globalen Bevölkerung, am globalen Handel und am globa- len Wachstum wird in den kommenden Jahrzehnten jedoch abnehmen. Deutschland allein kann die Globalisierung nicht gestalten. Deshalb ist es auch Aufgabe der deutschen Außen- wirtschaftspolitik, die gewichtige Rolle der außenhandelsorientierten deutschen Industrie in die gemeinsame europäische Außenwirtschaftspolitik einzubringen. Nur im europäischen Ver- bund kann Deutschlands Gewicht in der Weltwirtschaft gestärkt werden. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass das Vertrauen in freien Handel und offene Märkte auch in führenden Industrienationen nicht mehr selbstverständlich ist. Umso mehr sollten wir uns in der EU gemeinsam dafür einsetzen, Protektionismus weltweit einzudämmen und moderne Regeln für Handel und Investitionen zu entwickeln. Das Ziel ist es, die Wettbewerbs- fähigkeit der deutschen Wirtschaft weiter zu stärken und dabei unsere Werte und Standards in die Gestaltung der Globalisierung einzubringen. Nur so können wir gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die globale Wirtschaft und freier Handel allen nützen: großen wie kleinen Unter- nehmen, Arbeitnehmern, Verbrauchern und der Umwelt. Die Regeln für die Weltwirtschaft können am besten auf der multilateralen Ebene entwi- ckelt werden. Daher ist es wichtig, die Welthandelsorganisation (WTO) zu stärken und ihre Agenda an die aktuellen Herausforderungen anzupassen. Auch Institutionen wie die Gruppe der Sieben (G7), die Gruppe der Zwanzig (G20), die Organisation für wirtschaftliche Zusam- menarbeit und Entwicklung (OECD) und die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) spielen eine zentrale Rolle bei der „Global Governance“. Ihre Entscheidungen und Empfehlungen müssen zielgerichtet umgesetzt werden. Darüber hinaus können bilaterale Handelsabkommen wichtige Impulse für die globale Handelsagenda set- zen und eine Vorreiterrolle einnehmen. Die Wirtschaft versteht sich als Motor und Partner bei der Gestaltung der Globalisierung. Viele unserer Unternehmen sind „Global Player“ und als Hersteller, Zulieferer und Dienstleis- ter, aber auch als Abnehmer von Zwischenprodukten in die globalen Wertschöpfungsketten integriert. Sie übernehmen weltweit Verantwortung, investieren und schaffen Arbeitsplätze. Die Wirtschaft sollte deshalb aktiv in die deutsche und europäische Außenwirtschaftspolitik eingebunden werden.
Keywords: 
Investment; Growth; European Added Value; Economy; Employment, Global Governance
Country of publication: 
Germany
File: 
Publication date: 
Thursday, June 1, 2017
Title Original Language: 
Handlungsempfehlungen der Deutschen Industrie für die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages
Abstract Original Language: 
Die Globalisierung ist ein Prozess, der das 21. Jahrhundert wesentlich prägt. Ihre Rahmen- bedingungen zu gestalten, ist eine zentrale Aufgabe der Politik. Die Bundesregierung muss sich dieser zentralen Aufgabe für die Zukunft Deutschlands noch stärker annehmen. Denn kaum ein Land profitiert so stark von freiem Handel und offenen Märkten wie Deutschland. Der Anteil Deutschlands an der globalen Bevölkerung, am globalen Handel und am globa- len Wachstum wird in den kommenden Jahrzehnten jedoch abnehmen. Deutschland allein kann die Globalisierung nicht gestalten. Deshalb ist es auch Aufgabe der deutschen Außen- wirtschaftspolitik, die gewichtige Rolle der außenhandelsorientierten deutschen Industrie in die gemeinsame europäische Außenwirtschaftspolitik einzubringen. Nur im europäischen Ver- bund kann Deutschlands Gewicht in der Weltwirtschaft gestärkt werden. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass das Vertrauen in freien Handel und offene Märkte auch in führenden Industrienationen nicht mehr selbstverständlich ist. Umso mehr sollten wir uns in der EU gemeinsam dafür einsetzen, Protektionismus weltweit einzudämmen und moderne Regeln für Handel und Investitionen zu entwickeln. Das Ziel ist es, die Wettbewerbs- fähigkeit der deutschen Wirtschaft weiter zu stärken und dabei unsere Werte und Standards in die Gestaltung der Globalisierung einzubringen. Nur so können wir gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die globale Wirtschaft und freier Handel allen nützen: großen wie kleinen Unter- nehmen, Arbeitnehmern, Verbrauchern und der Umwelt. Die Regeln für die Weltwirtschaft können am besten auf der multilateralen Ebene entwi- ckelt werden. Daher ist es wichtig, die Welthandelsorganisation (WTO) zu stärken und ihre Agenda an die aktuellen Herausforderungen anzupassen. Auch Institutionen wie die Gruppe der Sieben (G7), die Gruppe der Zwanzig (G20), die Organisation für wirtschaftliche Zusam- menarbeit und Entwicklung (OECD) und die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) spielen eine zentrale Rolle bei der „Global Governance“. Ihre Entscheidungen und Empfehlungen müssen zielgerichtet umgesetzt werden. Darüber hinaus können bilaterale Handelsabkommen wichtige Impulse für die globale Handelsagenda set- zen und eine Vorreiterrolle einnehmen. Die Wirtschaft versteht sich als Motor und Partner bei der Gestaltung der Globalisierung. Viele unserer Unternehmen sind „Global Player“ und als Hersteller, Zulieferer und Dienstleis- ter, aber auch als Abnehmer von Zwischenprodukten in die globalen Wertschöpfungsketten integriert. Sie übernehmen weltweit Verantwortung, investieren und schaffen Arbeitsplätze. Die Wirtschaft sollte deshalb aktiv in die deutsche und europäische Außenwirtschaftspolitik eingebunden werden.
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